Ostertagung 07.04. - 14.04.2017Der leise Umschwung - Zur gegenwärtigen Änderung der Bewusstseinsverfassung Wo muß man hinschauen? In welche Richtungen? Und auf welchen Zusammenhang? – In den letzten Jahren haben sich die äußeren Krisenanzeichen gemehrt.

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 Der leise Umschwung - Zur gegenwärtigen Änderung der Bewusstseinsverfassung 

Wo muß man hinschauen? In welche Richtungen? Und auf welchen Zusammenhang?

In den letzten Jahren haben sich die äußeren Krisenanzeichen gemehrt. Der Frieden kam in Gefahr und der Kalte Krieg pochte wieder an die Türe Europas. Flüchtlingsströme vermehrten eine innere Orientierungslosigkeit des Kontinents und beinahe tägliche Anschlagsmeldungen verstärkten das allgemeine Gefühl der Verunsicherung. Aber kann man so auch leben? Kann ein allgemeines oder partielles Wohlleben – ein Leben der gedeckten Grundbedürfnisse, der Befriedigung des Kulturstrebens und eine Saturiertheit der bürgerlichen Gesinnungen – schon alles sein? 

Wo sehen wir Sinnangebote ernsthaft in Konkurrenz treten? Und können sie das angesichts der angeblich lückenlosen Deutung unseres Geschehens durch die Wissen- schaften. Der islamische Glaube und seine Eroberungstendenz errichten tausend Moscheen, aber außer dem 

Hinweis auf Religionsfreiheit oder nationalistischen Irrläufern – keine Reaktion? 

Wir müssen also offenbar nach innen schauen, müssen Bewusstes und Unbewusstes erneut in Augenschein nehmen, ob es uns nichts Neues über unser Wesen und Dasein zu sagen hat. Wie bildet sich Bewusstsein, wie wirkt das Unbewusste und wie das Überbewusste, all dasjenige, was mit dem Denken zu tun hat? Wir kennen doch alle das Märchen vom ‚Dornröschen‘. Wenn jetzt, wie in seinem Falle, nach hundert Jahren die Zeit heranreifte, dass es wachgeküsst werden könnte, wie wachte der übrige Menschheitsteil für die Fortsetzung auf? Nur in der Art der Ohrfeige, die jetzt der Küchenjunge endlich bekommt, nachdem der ausholende Schwung des Koches durch ein geheimes Geschehen unterbrochen wurde? – oder noch etwas deutlicher: auffällig ist doch, dass bestimmte Probleme des vergangenen Jahrhunderts, die sich um 1917 ergaben (und mit der russischen Revolution und dem Auftreten Amerikas auf der Weltbühne einhergingen) bis heute noch immer nicht gelöst sind, ja wie im Falle der materiellen 

Gerechtigkeit unter den Menschen nicht um den kleinsten Schritt nach vorne gelangt sind. Zugleich sind aber viele der damaligen Menschen wieder im Leben. Warum greifen wir die Probleme nicht an? 

Und noch dazu, vielleicht treten die Kräfte der Innerlichkeit, wie es Rudolf Steiner damals in „Von Seelenrätseln“ angedeutet hat, bald deutlicher auf. Man müsste es nur merken. 

Die Veranstaltungen der Tagung, auch die zum Thema Nibelungen, dienen alle dem Zweck, unser Beteiligungsbewusstsein auszu- dehnen. Das Langgedicht ‚Die Sprache von Gibraltar‘ soll einen Themenbereich der Tagung von 1918 vorbereiten, der darin wie in den kommenden Jahren immer auch einen Blick auf die anderen Kontinente wirft. Die Beschäftigung mit dem ersten Goetheanum ist ein Herzensanliegen. Auch wenn nicht alle von uns daran mitgebaut haben, es steigt in unserem Inneren auf, weil es damals die passendste Antwort auf den zugleich geschehenden Ersten Weltkrieg war. 

Zum Flyer
Anmeldung an Klaus Hartmann/  Hartmann.NHV@t-online.de

 

 

 

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