Ostertagung 23.-28.03.2018

 

 

Die Erneuerung des sozialen Organismus
Tagung is Dortmund 23.-28.03.2018

‚No Roots‘ klingt es uns von der Sängerin Alice Merten entgegen. Auch wenn sie damit eigene Erfahrungen besingt, bringt sie ein weit verbreitetes Emp nden zum Ausdruck. Dass wir keine wirklichen Wurzeln zu haben glauben, hängt mit unserer Patchwork-Existenz, der immer fortschreitenden Bedrohung unserer Grundlagen zusammen. Braucht es doch zum Einsenken von Wurzeln in den Boden unseres Lebens Zeit und Sicherheit, und die scheinen nicht vorhanden, wenn man wie die genannte Sängerin mehr als ein Dutzend Mal umgezogen ist, bevor man das 24. Lebensjahr erreicht. Es ist ein Beobachten und tätiges Verbinden mit den Lebensgrundlagen, nicht zuletzt mit dem Wohnort nötig, das uns die Kräftequellen des Heimatlichen erschließt. 

Warum geht das heute so wenig? Und hat nicht auch das vielfältige Zerbrechen der Lebensgrundlagen einen Sinn? Unter der Decke der begehrten Stabilität eröffnet sich vielleicht etwas ganz anderes, das uns nach den Wurzeln unseres physischen und seelischen Lebens ungewohnt neu fragen 

läßt. Wir sind im vergangenen Jahrhundert durch zwei Weltkriege hindurchgegangen und haben nach der Zerstörung eine totale Veränderung auf allen Lebensgebieten erfahren, die uns anfänglich als Hilfe erschien, sich im Nachhinein aber als Grund immer weitergehender Entwurzelung erweist. Darum noch einmal: Wie begründen wir eine Herkunft, wie schaffen wir uns solide Wurzeln, wenn alles im Fluß erscheint? 

Die Orte und Lebensumstände, so verschieden sie auch sind, so unterschiedliche Menschen sie auch an uns heranführen, haben doch eine Verbindung in uns. Wir müssen den Schlüssel in uns tragen, der ihren Sinn erschließt. Was heute chaotisch erscheint, haben wir möglicherweise in früheren Zeiten, freilich ohne dass wir uns diese zuordnen könnten, selbst ausgelöst? 

Als Rudolf Steiner im Februar 1918 in München seine Vorträge über ‚Das Sinnlich-Übersinnliche in seiner Verwirklichung durch die Kunst‘ hielt und dazwischen mit Albert Steffen sprach, 

äußerte er ihm gegenüber: „Es geht und geht nicht, dass die Geisteswissenschaft auf- genommen wird. Wir stehen vor einer furchtbaren Katastrophe.“ Es waren ja nicht nur die bekannten Künstler, die Maler und Schriftsteller (unter ihnen Rilke), die ihn nicht verstanden, sondern nahezu alle der damals Lebenden. Heute, nach einhundert Jahren, ist es weiß Gott nicht verfehlt, an Steiners Versuche anzuknüpfen. Mindestens in unserer zersplitterten Existenz beginnen wir die Schauplätze wiederholter Erdenleben zu ahnen - das ‚No Roots‘ ist also unter solcher Bedingung sinnvoll. Aber was bedeutet es, die Geisteswissenschaft auf- zunehmen und deren Keime in sich zu entfalten? Die Tagung will darauf eine Antwort geben. 

Klaus Hartmann 

 zum Terminplan 
Anmeldung unter: hartmann.nhv@t-online.de

Ergänzung

 

 

 

Miha Pogacnik kommt...
am Freitag, 23. März 2018 um 17:00 Uhr
zu einem Sonderkonzert als Auftakt zur Tagung des
Novalis Hochschulvereins
Die Wurzeln der Erneuerung des sozialen Organismus
im Stoffregen-Saal des Pädagogisch- Sozialen Zentrum Mergelteichstr. 47 in 44225 Dortmund-Brünninghausen (Nähe Tierpark/ Zoo)
Sein Thema:
Wie offenbart sich Trinität durch die Musik ? Miha Pogacnik spielt und demonstriert mit seiner Geige Entwicklungsprozesse aus Solosonaten von J. S. Bach --------------------------------------------- Auskünfte: c/o Gerd Flint – Tel: 0231 47797577 Email: recht-aktiv@posteo.de

 

 

 

 

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